Google Cache beweist: Massive willkürliche Zensur bei Welt Online

September 18, 2008 um 12:54 am | Veröffentlicht in Diskussion, www.welt.de | 1 Kommentar
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Vor Kurzem fanden wir folgende „WELT ONLINE Debatte“ – ein islamkritischer Beitrag von Frau Emel Abidin-Algan (10.09.2008 – 14.41 Uhr):

Das Misstrauen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen könnte sich in eine produktive Diskussion verwandeln, wenn sich Nichtmuslime dazu durchringen würden, genauere Fragen zu stellen.

In NRW entbrannte kürzlich ein Streit zwischen den muslimischen Eltern einer pubertierenden Tochter und der Schulleitung, der vor Gericht gelöst werden musste: Die Tochter, gerade mal zwölf Jahre alt, durfte aus religiösen Gründen nicht an einem koedukativen Schwimmunterricht teilnehmen. Es ist immer wieder die Rede von Schutz und Scham, von Ehre und Anstand, von Gottes Willen und koranischem Gebot, wenn es um Geschlechtertrennung und Verhüllung der Frauen geht. So viele Frauen können heute aber auch ohne diese Verhüllung in Schutz und Würde leben. Tatsächlich handelt es sich um ein verordnetes Schamgefühl im Namen von Religion, das in die natürliche Entwicklung eines heranwachsenden Menschen eingreift. In der Praxis zieht es ein Lernverbot im Namen Gottes nach sich.
Hinter diese Kulisse voller Widersprüche und Unklarheiten mag man sich als Außenstehender und Andersgläubiger nicht gerne begeben, selbst deutsche Gerichte nicht. Umso mehr wundert es mich, warum die Düsseldorfer Richter den Eltern nicht die Frage gestellt haben, ob denn die vielen nicht muslimischen Schülerinnen weniger schutzbedürftig seien als ein muslimisches Mädchen. Abgesehen davon wird den Schülern Lüsternheit und Belästigung unterstellt. Am bedenklichsten ist aber die Infragestellung der Aufsichtspflicht, die hinter dieser Klage steckt. Welche Vorfälle von Übergriffen im Schwimmunterricht liegen denn eigentlich vor?
Für den säkularen Staat steht das Wohl eines Heranwachsenden im Mittelpunkt. Deshalb die Aufsichtspflicht des pädagogischen Personals. Dieser staatliche Schutzraum ermöglicht, erste Erfahrungen mit der „Überlebenstechnik“ im Wasser zu machen, das Selbstvertrauen zu steigern und in gemischten Schwimmgruppen auch das andere Geschlecht nicht als Bedrohung zu sehen, sondern respektieren zu lernen.
Das ganze von Misstrauen überschattete Hin und Her zwischen Muslimen und Nichtmuslimen könnte sich in eine produktive Diskussion verwandeln, wenn sich Nichtmuslime endlich dazu durchringen würden, genauere Fragen zu stellen, verständliche Antworten einzufordern und damit auch Vorurteile infrage zu stellen. Wie es bei dieser öffentlichen Auseinandersetzung wohl dem betroffenen Mädchen gegangen sein mag? Irgendwann wird auch sie verstehen wollen, warum sie diesen Einschränkungen unterworfen war, die sie von der Klassengemeinschaft isoliert und ihr Leben erschwert haben.
http://debatte.welt.de/kommentar/89495

Eine Suche im Webcache fördert hin und wieder alte Kommentare zutage, die von den Redaktionen nachträglich zensiert wurden. Im vorliegenden Fall fanden wir folgenden bemerkenswerten Dialog:

11.09.2008 – 10.57 Uhr
[…] Wie wäre es mal mit einer differenzierten Debatte in diesem Forum…?

Peter Mueller

Hierauf wurde kurze Zeit später folgende Antwort von „fielmann“ veröffentlicht, offensichtlich nicht zum ersten Mal:

@Peter Mueller

Eine differenzierte Debatte ist nicht möglich, weil Beiträge wie dieser gelöscht werden:

Emel Abidin-Algan, lieber Markus, hat in Sachen Islam mit Sicherheit mehr Erfahrung und Hintergrundwissen als Deutsche Achselzucker, die mit ihren Gedanken gerade mal bis zum Hallenbadeinsatz kommen und dann feststellen: „Was soll schlimm daran sein, wenn das Mädchen aus der Moslemfamilie nicht dabei ist.“

Die Autorin hat ebenfalls verstanden, dass der Islam zwar auch eine Religion ist, aber seit seiner Erfindung vor 1400 Jahren in erster Linie eine Ideologie darstellt, deren religiöse Ummantelung seither zur Durchsetzung politischer Ziele dient. Laut Koran heißt das politische Ziel: Weltherrschaft ohne Anerkennung nationaler Grenzen, Zweitklassenstatus für andere Religionen oder Konversionszwang.

Wie die Autorin richtig anmerkt, sind diese Blüten unseres heutigen Alltags (Kopftuch, Zivilklagen, Diskriminierungsklagen, Unterrichtsfreistellungen, Machtbauten, etc.) Symptome eines Strebens nach der Installation eben jener ideologischen Ziele. Ein erklärtes Ziel des Islam ist es, sich in einer Überzahl von Ungläubigen von diesen fernzuhalten. Das ist der Grund, warum die Integration von Moslems europaweit in überwältigender Mehrheit fehlschlägt. Wer das nicht glaubt, sollte sich unbedingt die Doku „Moschee undercover: Rückkehr“ ansehen.

Wenn wir zu viele Extrawürste einräumen, machen wir es den Moslems damit erst recht schwer. Denn die, die sich integrieren möchten, sehen dem starken Sog des autoritären Islam kein Gewicht entgegengesetzt. Wenn unsere Gesellschaft die fundamental-islamische nicht zwingt, von den ideologieimmanenten Bestrebungen der Übermacht über andere Gesellschaften abzusehen, dann wird mehr und mehr gefordert, bis zum Errichten des ersten Schariagerichts und darüber hinaus.

Wer wiederum das für Hirngespinste hält, dem sei gesagt, dass es in England bereits heute erste Schariagerichte gibt. Moslems haben sich ihr eigenes ein duales Rechtssystem erkämpft. Wer hätte das vor 10 Jahren für möglich gehalten, außer den islamischen Geistlichen, die das zu verschiedenen Gelegenheiten ankündigten (z.B. das legendäre Zitat, der Islam werde die Nordhalbkugel mit der Gebärmutter erobern)?

Wir helfen beim Schritt nach vorne nur durch klare Leitung und Kontrolle. Ansonsten machen wir alle gemeinsam große Schritte – aber rückwärts.

Nun die Preisfrage: Wer in aller „Welt“ hat entschieden, diesen Text zu vernichten – und mit welcher Motivation?

Update: fielmann hat diesen Beitrag später nochmals veröffentlicht und dabei auf den Filmtipp sowie das Zitat mit der „Nordhalbkugel“ verzichtet. Die entsprechenden Streichungen haben wir im obigen Zitat kenntlich gemacht.

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1 Kommentar »

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  1. Gerade (24.09.08 – 19.20) habe ich die gleiche Erfahrung bei einem Artikel über die Höhe der Renten in Ost und West gemacht.

    Ich antwortete nur auf die Bemerkung, dass die DDR pleite war mit einem Link zu einem Bericht der Uni Bremen. Dort stand dass die DDR noch nicht pleite war.
    Keinerlei persönliche Anschuldigungen, keine Diskriminierung von Minderheiten nichts.
    Trotzdem wurden die Beiträge (2) nach wenigen Minuten gelöscht.


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